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Sigenergy Maximalkonfiguration: 45 kWh Akku & Fremdwechselrichter-Umbau

Ein riesiger Umbau im Hauswirtschaftsraum: Wir haben drei alte Wechselrichter aus 2010 ans Sigenergy Gateway angebunden, um einen 45 kWh Speicher zu laden.
⚡ Schnell-Zusammenfassung

Heute zeige ich euch ein echtes Mammutprojekt: Die absolute Sigenergy Maximalkonfiguration mit einem gewaltigen 45 kWh Speicher und DC-Charger für bidirektionales Laden. Die Besonderheit? Wir haben drei alte Fremdwechselrichter aus dem Jahr 2010 komplett umgebaut und an den Smartport des Gateways angeschlossen. So bleibt die alte, lukrative Einspeisevergütung erhalten, und die Bestandsanlage lädt gleichzeitig den neuen Mega-Akku AC-seitig auf.

⏱️ Lesezeit: ca. 6 Minuten | 📅 Datum: 23.12.2025 | ✍️ Autor: Kevin Döhnel

Heute haben wir bei Ticon Energy ein Projekt vor uns, das es elektrisch wirklich in sich hat. Es geht um die absolute Sigenergy Maximalkonfiguration.

Ein gigantischer 45 kWh Akku, ein integriertes DC-Ladegerät fürs bidirektionale Laden von E-Autos und dazu ein massiver Umbau im Hauswirtschaftsraum. Wir zeigen euch, was mit Sigenergy alles möglich ist!

Vorschaubild

Viel PV-Leistung und noch größere Pläne

Wir sind hier an einem Gebäude, bei dem der Kunde schon massiv in Photovoltaik investiert hat:

  • Das normale Hausdach ist belegt.
  • Eine Solar-Terrasse sorgt für Ertrag.
  • Ein Carport liefert ebenfalls Strom.

Die große Herausforderung? Wir wollten das Ganze nicht nur erweitern, sondern komplett auf Sigenergy umstellen. Dafür haben wir zusätzlich zehn neue Aiko 470 Watt Module auf einem Gartenhaus installiert (mehr zu Aiko findet ihr in unserem Vergleich von Longi und Aiko Modulen).

Der klare Fokus lag auf zwei Dingen:

💡 Top-Tipp von Kevin Döhnel:
"Das ist die große Herausforderung: Das Ganze noch einerseits zu erweitern, aber der Fokus liegt darauf, alles auf Sigenergy umzustellen, um das bidirektionale Laden und den großen 45 kWh Speicher nutzen zu können."

Bestandsanlage aus 2010 trifft auf Sigenergy

Wie haben wir das umgesetzt? Wir standen vor drei Bestandswechselrichtern aus dem Jahr 2010. Diese hingen an einem separaten Einspeisezählerschrank.

Warum haben wir diese alten Geräte nicht einfach ausgetauscht? Ganz einfach: Hier existiert noch eine sehr lukrative, alte Einspeisevergütung. Auf die wollte der Kunde logischerweise nicht verzichten.

Hier spielt das Sigenergy Gateway seine absolute Stärke aus:

Der alte Einspeisezählerschrank wurde direkt an den Smartport des Gateways angeschlossen. Das geniale Ergebnis: Die Anlage speist weiter nach den alten Sätzen ein, lädt aber gleichzeitig über AC (Wechselstrom) die große Sigenergy Batterie voll!

[!TIP] Praxis-Tipp: Das Sigenergy Gateway ist ideal, um alte PV-Anlagen einzubinden. Über den Smartport schließt ihr bestehende Fremdwechselrichter an. So bleibt die Einspeisevergütung erhalten!

Heftiger Umbau im Hauswirtschaftsraum

Dieses Setup in die Praxis umzusetzen, war ein heftiges Projekt. Alle drei alten Wechselrichter, die Zählerschränke und die Verkabelung mussten auf die gegenüberliegende Wand umziehen. (Ob ihr euren Zählerschrank für Photovoltaik nachrüsten oder neu machen müsst, ist oft eine ähnliche Herausforderung).

Wer alte PV-Anlagen aus 2010 kennt, weiß: Da gibt es noch keine bequemen MC4-Stecker.

Die DC-Leitungen waren im Inneren der Wechselrichter fest an Klemmen angeschlossen. Das bedeutete:

  • Alle DC-Leitungen lösen – und das bei voller Spannung!
  • Keine modernen Trennschalter an den alten Geräten.
  • Höchste Konzentration war gefragt.

Wir haben alle Gleichstromleitungen neu verlegt und das Sigenergy Gateway als Herzstück dazwischengeschaltet. Jetzt sieht es sogar deutlich sauberer aus als vorher.

[!WARNING] Arbeiten unter Spannung: Umbauten an alten DC-Leitungen ohne Trennschalter sind extrem gefährlich. Das darf nur von erfahrenen Elektrofachkräften durchgeführt werden!

Das 45 kWh Monstrum unter dem Carport

Draußen steht nun das größte Energiespeichersystem, das wir bisher gebaut haben. Ein massives Gerät, über zwei Meter hoch – eine absolute Ansage!

Das ist die kompromisslose Maximalkonfiguration des Sigenergy SigenStor:

  • Fünf Batteriemodule à 9 kWh (zusammen 45 kWh).
  • Ein DC-Charger-Modul für echtes bidirektionales Laden.
  • Oben drauf der Energy Controller als Gehirn.

Zur Info: Ohne DC-Charger könnte man sogar sechs Batteriemodule (54 kWh) stapeln. Mit DC-Charger sind maximal fünf erlaubt.

Wir haben den Turm direkt unter dem Carport platziert. So kann das E-Auto direkt geladen werden, ohne ewig lange Kabel über den Hof zu ziehen.

Praktische Lösungen für schwere Hardware

Beim Aufbau mussten wir ein paar pragmatische Lösungen finden:

  • Platz sparen: Der Turm steht direkt an der hinteren Wand, damit die Autotüren noch aufgehen.
  • Fundament: Ein kleines Streifenfundament im Kiesstreifen sorgt für festen Stand.
  • Befestigung: Ein so schwerer Turm muss zwingend oben verankert werden. Eine clevere Holzbrett-Konstruktion nimmt die Kräfte auf, ohne die gedämmte Fassade mit tiefen Schrauben zu ruinieren.

Die dicken Versorgungskabel liegen sauber in einem massiven Alurohr. Das 10 Meter lange DC-Ladekabel bekommt demnächst noch einen robusten Wandhalter.

Perfektes Monitoring in der mySigen App

An dem neuen Energy Controller hängen als direkte DC-Quelle nur die zehn neuen Aiko Module (4,7 kWp). Das wäre für eine 45 kWh Batterie viel zu wenig.

Aber: Wir laden das Gerät auch über AC von der Bestandsanlage! Jedes erzeugte Watt im Haus fließt in den Speicher.

Bei so einem Setup könnte das Monitoring ein Albtraum sein. Doch die Sigenergy mySigen App regelt das perfekt:

  • PV-Erzeugung über das neue System.
  • Separate Erzeugung der alten Fremdwechselrichter am Smartport.

Die Einrichtung war in 5 Minuten erledigt. Keine endlosen Parameter, keine Abstürze. Sigenergy ist hier absolute Spitze!

Mein Fazit zum Projekt

Das war eine unserer elektrisch aufwendigsten Installationen. Drei aktive Wechselrichter versetzen, riesige DC-Leitungen ziehen und einen 45 kWh Speicher aufbauen – ein echtes Brett.

Aber das Ergebnis zählt:

  • Der Kunde behält seine alte Einspeisevergütung.
  • Er profitiert von bidirektionalem Laden.
  • Notstrom für das ganze Haus ist gesichert.

Wenn ihr in Berlin oder Brandenburg wohnt und eine Bestandsanlage umbauen wollt: Meldet euch bei Ticon Energy! Wir beraten euch ehrlich und kompetent.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich meine alte PV-Anlage an einen Sigenergy Speicher anschließen? Ja, das ist problemlos möglich. Über den Smartport des Sigenergy Gateways lassen sich alte Fremdwechselrichter anbinden. Diese laden den neuen Sigenergy Batteriespeicher dann AC-seitig (also über Wechselstrom) auf und werden separat in der App visualisiert.
Was ist die maximale Batteriekapazität eines Sigenergy SigenStor Turms? Ein einzelner SigenStor Turm kann mit bis zu sechs 9-kWh-Batteriemodulen ausgestattet werden (insgesamt 54 kWh). Wenn ein DC-Lademodul (DC-Charger) für ein Elektroauto in den Turm integriert werden soll, passen maximal fünf Batteriemodule (45 kWh) in das System.
Bleibt meine alte Einspeisevergütung erhalten, wenn ich einen Sigenergy Speicher nachrüste? Ja. Wenn die alten Wechselrichter und die dazugehörigen Einspeisezähler bestehen bleiben und lediglich über das Gateway mit dem neuen System vernetzt werden, bleibt die vertraglich zugesicherte, alte Einspeisevergütung vollständig unangetastet.

Sehen Sie sich die Dokumentation dieses massiven Umbaus hier an:

Kevin Döhnel

Über den Autor: Kevin Döhnel

Diplom-Elektroingenieur (FH) und Geschäftsführer von TICON Energy. Er ist anerkannter Experte für Photovoltaik, bidirektionales Laden und moderne Zählerschrank-Kaskaden in Berlin & Brandenburg.

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