Was passiert bei einem Stromausfall mit Ihrer Photovoltaikanlage? Die Antwort: Oftmals geht das Licht trotzdem aus. Nicht so mit dem Sigenergy Gateway! In diesem Praxis-Test zeige ich Ihnen, wie das Gateway funktioniert und bei einem Blackout das gesamte Haus absolut unterbrechungsfrei (0 Millisekunden) mit Notstrom aus dem SigenStor-Speicher versorgt.
In einem meiner letzten Videos habe ich die Theorie hinter der Notstromversorgung erklärt. Heute gehen wir einen Schritt weiter: Wir stehen im Keller eines Kunden und schauen uns das Sigenergy Gateway live in der Praxis an. Wenn Sie bei TICON Energy eine Solaranlage kaufen, ist dieses System eines der am häufigsten nachgefragten Upgrades in der Photovoltaik Beratung.
Die Hardware: Ein massiver Tresor
Das Sigenergy Gateway kommt in einem äußerst massiven, wasserdichten Metallgehäuse mit eigenem Schloss. Das hat einen einfachen Grund: Während wir solche Systeme in Deutschland (als Photovoltaik Anbieter Berlin) fast ausschließlich im Keller montieren, wird das Gehäuse in anderen Weltregionen oft im Außenbereich direkt an die Hauswand geschraubt. Das System hält Wind und Wetter problemlos stand.
Sehr vorbildlich: Im Inneren des Gehäuses hat Sigenergy bereits einen kompletten Überspannungsschutz integriert, was Ihnen Platz im heimischen Zählerschrank spart.
Wie wird das Gateway angeschlossen?
Das Prinzip ist denkbar einfach, erfordert aber einen massiven Eingriff in die Hauselektrik. Das Gateway wird als zentraler “Wächter” zwischen dem Stromnetz und Ihrem Hausverteiler installiert:
- Grid-Anschluss (Netz): Der Strom kommt vom öffentlichen Netz durch den Stromzähler über ein dickes 5x10 mm² Kabel in das Gateway.
- Backup-Anschluss (Hauslast): Vom Gateway fließt der Strom durch ein zweites 5x10 mm² Kabel zurück in Ihre Hausverteilung (zu allen Sicherungen).
- Inverter-Anschluss: Hier wird der Sigenergy Energy Controller (der Wechselrichter) angeschlossen.
- Smart-Port (Optional): Hier ließe sich theoretisch sogar ein Diesel-Generator für extreme Krisenzeiten anschließen. In Deutschland reicht jedoch meist die reine Batterie-Versorgung.
Im Normalbetrieb sind die großen Schütze im Gateway geschlossen. Der Strom fließt völlig normal durch das Gerät in Ihr Haus.
Der Praxis-Test: Stromausfall per Knopfdruck
Über ein einfaches LAN-Kabel kommuniziert das Gateway in Echtzeit mit dem Wechselrichter. Sobald das öffentliche Stromnetz zusammenbricht, registriert das System dies in Bruchteilen einer Sekunde.
Ich habe für den Test den Hauptschalter (SLS) im Zählerschrank ausgeschaltet, um einen totalen Blackout zu simulieren: Es ertönt ein lautes mechanisches “Klack” aus dem Gateway – und sonst passiert absolut nichts! Das Licht flackert nicht, der Computer stürzt nicht ab. Das gesamte Haus läuft sofort, absolut unterbrechungsfrei (0 ms Umschaltzeit), über den Batteriespeicher weiter. Sie merken als Bewohner gar nicht, dass die Nachbarschaft im Dunkeln sitzt.
Sobald der Netzstrom wiederkehrt, synchronisiert sich das System für einige Sekunden mit der Netzfrequenz von 50 Hz, schließt die Schütze mit einem erneuten “Klack” und der Normalbetrieb geht weiter.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich beim Sigenergy Gateway bestimmte Verbraucher auswählen, die Notstrom erhalten?
Startet der Fernseher oder Computer bei einem Stromausfall neu?
Was passiert, wenn die Batterie während des Notstrombetriebs leer wird?
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