Warum lohnt sich eine Solaranlage gerade in diesem Jahr so extrem? Neben der weiterhin geltenden Befreiung von der Mehrwertsteuer ist das beliebte IBB Solar Plus Förderprogramm mit stark überarbeiteten Richtlinien zurück! Private Bauherren erhalten nun bis zu 4.750 € Zuschuss für die Installation von Photovoltaik in Berlin (vorausgesetzt, ein Speicher ist dabei). Für kommerzielle Projekte und Gewerbe winken sogar bis zu 30.000 € Förderung. Die wichtigste Regel vorab: Der Förderantrag muss zwingend bei der Bank gestellt werden, bevor ihr ein Angebot unterschreibt.
Das “Solar Plus” Förderprogramm für Berlin ist zurück
Hallo zusammen, Kevin von TICON Energy hier. Wenn ihr im Raum Berlin aktuell eine Solaranlage für euer Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus errichten möchtet, spielt euch die Politik massiv in die Karten. Das bekannte “Solar Plus” Förderprogramm der Investitionsbank Berlin (IBB) gibt es ja schon etwas länger. Letztes Jahr im Oktober war das Programm ausgelaufen beziehungsweise wurde es pausiert – mit der Ankündigung, dass es in diesem Jahr wieder startet.
Wir haben in der Branche eigentlich keine großen Änderungen erwartet, aber wider Erwarten gab es eine relativ umfangreiche Überarbeitung der gesamten Förderrichtlinie, die nun am 8. Januar dieses Jahres wieder in Kraft getreten ist. Man hat letztendlich so ziemlich alles über den Haufen geworfen, was vorher galt. Was aber zum Glück bestehen geblieben ist: Es gibt weiterhin eine abgestufte Förderung für Solaranlagen in Berlin.
Man hat das Ganze jetzt sehr sauber in zwei große Bereiche getrennt:
- Das Programm S: Dieses richtet sich an private Anlagen, Eigentümer von Einfamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) auf Mehrfamilienhäusern.
- Das Programm L: Dieses ist gezielt für die richtig großen, kommerziellen Anlagen im Gewerbebereich und der Industrie gedacht.
Eines möchte ich direkt vorwegnehmen: Wir wissen aktuell nicht, wie lange diese extrem lukrativen Fördertöpfe noch gefüllt bleiben. Die Politik ändert solche Regelungen oft über Nacht. Zudem hat China vor Kurzem die Umsatzsteuerbefreiung für Solarmodule gekippt, weshalb wir ab April 2026 mit deutlichen Preissteigerungen bei der importierten Hardware um bis zu 20 Prozent rechnen müssen. Die Kombination aus den aktuell noch relativ niedrigen Hardware-Kosten und diesen satten Fördergeldern kommt in dieser Form wahrscheinlich so schnell nicht wieder zusammen. Es ist also für euch der absolute Best-Case-Zeitpunkt, um in eine Photovoltaikanlage zu investieren.
Programm S: Fette Zuschüsse für das private Eigenheim
Fangen wir mit dem Programm S an, das für die meisten privaten Hausbesitzer relevant ist. In der alten Richtlinie war es so, dass die IBB in erster Linie die Kapazität des Batteriespeichers bezuschusst hat. Das hat in der Praxis leider dazu geführt, dass viele Kunden sich extrem große und oft völlig überdimensionierte Batteriespeicher in den Keller gebaut haben, nur um das absolute Maximum aus der Förderung für ihre Solaranlage in Berlin herauszuholen – oft völlig im Missverhältnis zur eigentlichen Anlagengröße auf dem Dach.
Ich gehe fest davon aus, dass die Förderbank genau dieses Missverhältnis vermeiden wollte. Deshalb wurde das System jetzt deutlich vereinfacht und korrigiert. Die aktuelle finanzielle Unterstützung für Photovoltaik-Projekte im privaten Bereich in Berlin orientiert sich nun ganz simpel und transparent direkt an der installierten Peakleistung (kWp) auf eurem Dach.
Die wichtigste Grundvoraussetzung: Diese Förderung bekommt ihr im privaten Segment ausschließlich für Neuanlagen, die zwingend in Kombination mit einem Batteriespeicher installiert werden. Eine reine PV-Anlage ohne Stromspeicher wird hier nicht gefördert.
Wie sieht die Staffelung beim Programm S nun konkret aus?
- Der Startpunkt: Die Förderung greift bereits bei sehr kleinen Anlagen ab einer Leistung von 2 kWp.
- Der Deckel: Nach oben hin ist die Bezuschussung bei exakt 19 kWp gedeckelt. Wenn ihr größer baut, bekommt ihr natürlich trotzdem die Förderung, aber eben maximal für diese 19 kWp.
- Die Berechnung: Dazwischen verläuft die Abstufung in klaren Schritten von 250 Euro pro kWp.
- Rechenbeispiele: Für eine typische 10-kWp-Anlage auf einem normalen Berliner Einfamilienhaus bekommt ihr genau 2.000 Euro Förderung direkt ausgezahlt. Wer sein Dach komplett voll macht und die 19 kWp erreicht oder überschreitet, streicht den Maximalbetrag von unglaublichen 4.750 Euro ein. Fast fünftausend Euro geschenkt vom Staat!
Der Sonderzuschuss für den Zählerschrank
Über diese extrem starke Grundförderung hinaus gibt es noch zwei weitere, sehr wichtige Bausteine. Der erste betrifft den Zählerschrank.
In der Praxis, besonders bei älteren Gebäuden im Berliner Stadtgebiet, stellen wir sehr oft fest, dass der bestehende Zählerschrank nicht mehr den aktuellen technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers Vattenfall bzw. Stromnetz Berlin entspricht. In solchen Fällen kommen wir um eine komplette Erneuerung oder einen aufwendigen Umbau des Messplatzes nicht herum.
Das hat man jetzt endlich präzisiert:
- Wenn euer Zählerschrank erneuert werden muss, lässt sich das Ganze jetzt mit einer fixen Pauschale von 750 Euro fördern.
- Die einzige Bedingung dafür ist, dass der Umbau des Zählerschranks mehr als 1.150 Euro kostet.
- Da so ein kompletter Zählerschrank-Neubau aufgrund der Material- und Arbeitskosten in der Regel ohnehin deutlich teurer ist, greift dieser Bonus bei fast allen Altbausanierungen problemlos.
Photovoltaik und Denkmalschutz in Berlin
Der zweite Zusatzbaustein ist für viele Kunden in der Hauptstadt extrem spannend: die denkmalgerechte Solarmontage. Der Trade-off zwischen strengem Denkmalschutz und dem Wunsch nach einer Solaranlage war in der Vergangenheit immer ein massives Problem.
Glücklicherweise sind die Behörden in Berlin mittlerweile stark in Richtung “Pro-Solar” eingestellt. Wir von TICON haben in den letzten Monaten bereits einige Anlagen auf echten Denkmalobjekten realisiert. Die Herausforderung dabei: Der Denkmalschutz verlangt oft optische Anpassungen.
Das kann bedeuten, dass man:
- Eine komplett schwarze Unterkonstruktion (Full-Black) verbauen muss.
- Spezielle rote Module nutzen muss, die zur alten Ziegelei passen.
- Die gesamte Anlage als In-Dach-Lösung konzipieren muss, sodass man sie von der Straße aus absolut gar nicht mehr sieht.
Das alles ist technisch machbar, kostet in der Beschaffung und Installation aber natürlich spürbar mehr Geld. Hier kommt die IBB ins Spiel: Über das Solar Plus Programm wird genau dieser sogenannte “Mehrpreis” einer denkmalgeschützten Anlage gegenüber einer normalen Standard-Anlage gezielt gefördert. Auch hier gilt natürlich: Ihr braucht zwingend vorab die Zustimmung der Denkmalschutzbehörde und der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.
Programm L: Massive Förderung für Gewerbe, Logistik und Industrie
Kommen wir zum Programm L, das, wie der Name schon sagt, für die richtig großen Kaliber gedacht ist. Wenn ihr gewerbliche Solaranlagen auf riesigen Logistikflächen oder als komplexe Mieterstromanlagen auf Berliner Mehrfamilienhäusern plant, werdet ihr hier massiv unterstützt.
Auf diesen riesigen Dachflächen macht die Technik bezogen auf den Ertrag pro Quadratmeter oft am meisten Sinn, weil man mit einem einzigen dicken Netzanschluss und großen Wechselrichtern gigantische Strommengen sehr günstig erzeugen kann.
Das Land Berlin will diese Flächenausnutzung nun forcieren, und die Förderquoten sind hier absolut beeindruckend:
- Studien & Machbarkeit: Bereits die allererste Vorplanungsphase, also Konzept- und Machbarkeitsstudien, wird für kleine Unternehmen mit bis zu 65 Prozent der Kosten bezuschusst. Für größere Unternehmen sind es immerhin noch 45 Prozent. Hier können bis zu 15.000 Euro allein für die Planung abgerufen werden.
- Bau & Netzanschluss: Wenn es an die Umsetzung geht, gibt es Förderungen für die Zusammenlegung von Netzanschlüssen, für den Umbau von großen Messplätzen sowie natürlich für den Bau der eigentlichen Paneele und der dazugehörigen Großspeicher. Hier schießt die IBB bis zu 30.000 Euro zu.
- Spezialanwendungen: Darüber hinaus fördert das Land ganz gezielt innovative Konzepte. Wenn ihr beispielsweise eine aufwendige Fassadenanlage plant oder die Module in ein Gründach integrieren wollt, fließen hierfür weitere lukrative Sonderboni.
Das Programm L ist extrem umfangreich, und ich kann hier gar nicht jedes kleine Detail abbilden, aber es ist ein ganz klares Commitment der Stadt: Wir wollen solche Anlagen nicht mehr nur auf dem privaten Einfamilienhaus sehen, sondern vor allem auf den gewerblichen Großflächen.
Als zertifizierter Photovoltaik-Anbieter in Berlin decken wir bei TICON in Spandau genau dieses komplette Portfolio ab – von der effizienten Anlage für das private Einfamilienhaus bis hin zur hochkomplexen Megawatt-Anlage auf dem Industrie-Flachdach.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gilt diese Förderung auch für ein kleines Balkonkraftwerk in Berlin?
Muss ich den IBB-Antrag komplett alleine ausfüllen?
Wird die generelle Mehrwertsteuerbefreiung von 0 % zusätzlich gewährt?
Wie lange muss ich auf die Zusage der Investitionsbank Berlin warten?
Sehen Sie sich das Original-Video von Kevin direkt hier an:
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Wenn ihr Fragen zur Planung habt, hinterlasst gern einen Kommentar auf YouTube oder ruft uns direkt an.
