Eine Solaranlage auf einem älteren Haus ist eine Herausforderung, aber absolut machbar! In diesem Projekt in Berlin haben wir bei einem Reihenhaus aus den 30er Jahren nicht nur eine moderne Photovoltaikanlage nachgerüstet, sondern die komplette Elektroinfrastruktur vom neuen Zählerschrank bis zur Wallbox auf den neuesten Stand gebracht.
Ich möchte euch heute ein neues Projekt von uns vorstellen. Wir sind hier in Berlin und wir haben hier etwas ganz Besonderes: Ein relativ altes Reihenhaus, bei dem wir für die Energiewende wirklich alles neu gemacht haben – vom Hausanschluss bis zur Wallbox und der Photovoltaik. Wie das funktioniert, zeige ich euch jetzt im Detail.
Die Herausforderung: Technik aus den 60er Jahren
Bei diesem Haus war die Elektroanlage teilweise noch aus den 60er Jahren. Es gab wirklich noch alles original: Einen alten Wechselstromzähler (also nur einphasig) und eine völlig veraltete Zuleitung. Zwar wurde die eigentliche Wohnungsinstallation in den letzten Jahren schon einmal renoviert, aber der alte Zählerplatz entsprach nicht mehr annähernd dem heutigen Standard.
Um hier wirklich auf den neuesten Stand zu kommen und eine moderne Photovoltaikanlage sicher betreiben zu können, mussten wir die komplette Basis-Installation erneuern. Da hier vier Reihenhäuser nebeneinander über einen gemeinsamen alten Hausanschluss mit einer Ringleitung durch den Keller versorgt wurden, war ein Komplettaustausch unumgänglich.
Der Kunde hat daher als Erstes einen neuen Hausanschluss beim Netzbetreiber beantragt. Das Ergebnis ist eine komplett neue Hausanschlusssäule direkt im Vorgarten. Von dort aus haben wir eine dicke, moderne 16-Quadrat-Zuleitung komplett neu in den Altbaukeller gelegt.
Platz auf dem Reihenhausdach voll ausnutzen
Auf dem Dach haben wir es geschafft, insgesamt 15 leistungsstarke AIKO Module unterzubringen – acht auf der einen Seite und sieben auf der anderen. Damit kommen wir auf beachtliche 6,9 kWp Leistung. Selbst so ein kleines Reihenhaus kann sich nun in den Sommermonaten weitestgehend selbst mit Strom versorgen!
Wichtig bei Reihenhäusern: Achten Sie zwingend auf die Brandschutz-Seitenabstände! Nach der Berliner Bauordnung müssen in der Regel 50 cm Abstand zum jeweiligen Nachbardach eingehalten werden. Als professioneller Photovoltaik Anbieter in Berlin prüfen wir zudem vorab immer die Statik und die Dacheindeckung. Bei diesem Haus war trotz des Baujahrs in den 1930ern glücklicherweise alles völlig in Ordnung.
Neuer Zählerschrank und Sigenergy Speicher im Keller
Unten im engen Altbaukeller wurde von uns der komplett neue Zählerschrank Photovoltaik gesetzt. Hier wurde wirklich an alles gedacht:
- SLS-Schalter und Überspannungsschutz: Für die absolute Sicherheit der Hausanlage.
- Neuer Zweirichtungszähler: Vom Energieversorger direkt eingebaut.
- Komplette Sicherungsverteilung: Alles sauber integriert und mit zusätzlichen Reserven versehen.
Direkt daneben steht das Herzstück der Anlage: Der Sigenstor Batteriespeicher mit 8 kWh Kapazität und dem passenden Energy Controller. Da Altbaukeller manchmal anfällig für aufsteigende Feuchtigkeit sind, haben wir den Speicher zusätzlich auf die speziellen Standfüße von Sigenergy gesetzt, damit das System vor eventuellem Wasser am Boden geschützt ist.
Außerdem hat der Kunde eine neue 22 kW starke, intelligente Wallbox an der Fassade montiert bekommen. Die dafür nötigen Leitungen haben wir wie gewohnt in einem robusten Alurohr sicher vom Dach bis in den Keller geführt. Mit der neuen, starken Zuleitung vom Vorgarten hat der Kunde nun volle Flexibilität – ob für das Elektroauto oder die später geplante Gartensauna.
Es ist nicht immer ganz einfach, aber dieses Projekt zeigt eindrucksvoll: Man kann auch einen alten 30er-Jahre-Altbau energetisch komplett auf den allerneuesten Stand der Technik bringen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auf jedem Altbau eine Solaranlage nachrüsten?
Muss bei einem Reihenhaus ein Abstand zum Nachbarn eingehalten werden?
Warum musste der Hausanschluss erneuert werden?
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