Elektroauto laden mit nahtloser Integration ins PV-System: Wir haben den Sigenergy AC Charger (Wallbox) getestet! Der größte Vorteil gegenüber klassischen Wallboxen ist das absolut geniale und konfigurierbare Überschussladen direkt über die Sigenergy App. Das kompakte Design mit edler Glasfront überzeugt. Wir raten zur Version mit Steckdose (statt festem Kabel) für maximale Flexibilität im Alltag. Wir bei Ticon Energy zeigen euch, warum sich diese Wallbox lohnt.
Neben dem massiven DC-Ladegerät bietet Sigenergy für das hauseigene PV-System auch eine klassische AC-Wallbox an. Was unterscheidet den Sigenergy AC Charger von all den vielen anderen Wallboxen am Markt und was sind unsere Installations-Erfahrungen bei Ticon Energy? Das schauen wir uns heute im Detail an!
Der größte Vorteil: Die nahtlose Integration
Aus meiner Sicht ist der absolute Hauptgrund für diese Wallbox die nahtlose Integration in das Sigenergy Energiemanagementsystem. Die Wallbox wird nativ in der App angezeigt.
Die Steuerung des PV-Überschussladens ist hier extrem mächtig und detailliert. Ich habe das bisher bei keinem anderen Hersteller so schön und logisch dargestellt gesehen. Sie können feine Prioritäten einstellen: Soll mit dem überschüssigen Sonnenstrom zuerst die Hausbatterie geladen werden oder das E-Auto? Darf der Strom aus dem Heimspeicher auch ins Auto fließen (Batterie-Boost)? All das lässt sich konfigurieren.
DC Charger vs. AC Wallbox
Oft fragen Privatkunden nach dem Unterschied zum Sigenergy DC-Charger.
- Größe & Aufstellort: Die AC-Wallbox ist viel kompakter. Da sie über eine normale Wechselstromleitung (AC) angeschlossen wird, kann sie beliebig weit weg vom Wechselrichter (z. B. an der Garage) platziert werden. Der DC-Charger ist dagegen in der Kabellänge beschränkt (maximal 10 Meter Ladekabel).
- Kosten: Die AC-Wallbox ist in der Anschaffung deutlich günstiger.
- Einschränkungen: Mit der AC-Wallbox ist kein bidirektionales Laden möglich! Außerdem haben Sie leichte Umwandlungsverluste (Gleichstrom vom Dach wird im Wechselrichter zu Wechselstrom für die Wallbox und im Auto wieder zu Gleichstrom für den Akku gewandelt).
Tipp zur Leistung: Es gibt die Wallbox mit 11 kW und 22 kW. Ich empfehle, die 22 kW Variante zu nehmen (kostet nur unwesentlich mehr). Sie können diese in der Software einfach auf 11 kW drosseln lassen und sind für die Zukunft auf der sicheren Seite.
Design & Ausführung: Steckdose statt festem Kabel
Es gibt die Wallbox mit fest integriertem Ladekabel (5 Meter) oder mit einer “nackten” Typ-2-Steckdose.
Ich rate meinen Kunden fast immer zur Variante mit der Steckdose (ohne Kabel).
- Die Länge: 5 Meter Kabel sind in der Praxis oft extrem knapp bemessen. Wenn Sie Ihr eigenes Kabel (7 oder 10 Meter) an die Steckdose stecken, sind Sie viel flexibler.
- Haltbarkeit: Wenn ein Ladekabel mal kaputtgeht (der Rasenmäher fährt drüber etc.), tauschen Sie einfach das Kabel aus. Bei einer Box mit fest verbautem Kabel wird es kompliziert.
- Optik: Wenn das Auto nicht lädt, können Sie das Kabel abziehen und im Kofferraum verstauen. Zurück bleibt eine wunderbar cleane Glasoberfläche an der Fassade.
Apropos Optik: Das Design mit der weißen Glasfront (von hinten beschichtet) ist herausragend. Im Gegensatz zu billigem Plastik vergilbt hier nichts in der Sonne. Das Gerät sieht extrem massiv und edel aus.
Installations-Erfahrungen von Ticon Energy
Wenn wir bei Ticon Energy die Wallbox montieren, fällt uns die durchdachte Konstruktion positiv auf. Auf der “Backplate” (der Wandhalterung) können wir Elektriker alle Strom- und Netzwerkkabel in Ruhe auflegen, bevor die eigentliche Technik-Einheit einfach aufgesteckt wird. Ein kleiner Kritikpunkt aus Installateur-Sicht: Die kleinen Torx-Schrauben zur Sicherung und die Schraubanschlüsse im Inneren (statt moderner Steckklemmen) sind etwas fummelig – wenn einem die Schräubchen in den Sand fallen, sucht man eine Weile. Aber das ist wirklich Jammern auf sehr hohem Niveau.
Wir binden die Wallbox immer per LAN-Kabel an (obwohl sie WLAN hat), um die Betriebssicherheit für das Überschussladen zu garantieren. Sigenergy macht es uns hier einfach: Da der Energy Controller zwei LAN-Ports besitzt, können wir das Kabel einfach durchschleifen, ohne zusätzliche Switches verbauen zu müssen.
Wenn Sie in Berlin oder Brandenburg wohnen und sich für eine intelligente Ladelösung im Rahmen von Großprojekte / Ladeinfrastruktur oder für Ihr Eigenheim interessieren, kontaktieren Sie uns.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen dem Sigenergy DC Charger und der AC Wallbox?
Kann ich mit der Sigenergy AC Wallbox bidirektional laden?
Ist das PV-Überschussladen mit der Sigenergy Wallbox konfigurierbar?
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