Sigenergy hat mittlerweile zwei starke Produktlinien für Privathaushalte: Den großen Energy Controller (5-in-1-System) und den neuen, separaten TP2 Wechselrichter. Der TP2 ist komplett lüfterlos, günstiger und perfekt für Standarddächer bis 12 kW. Der Energy Controller spielt seine Stärken bei komplexen Dächern, großen Anlagen bis 30 kW und direkter DC-Ladefunktion fürs E-Auto aus. Wir bei TICON Energy zeigen Ihnen, welches System für Ihre PV-Anlage die richtige Wahl ist.
“Welches Energy System ist denn das beste für mich? Das voll integrierte 5-in-1-System mit dem Wechselrichter oben drauf oder der neue TP2 Wechselrichter, der separat an der Wand ist?”
Diese Frage hören wir bei TICON Energy jeden Tag. Sigenergy hat im Privatsegment inzwischen zwei Produktlinien auf dem Markt.
Je nachdem, wie Ihr Haus und Ihr Dach beschaffen sind, macht mal das eine und mal das andere System mehr Sinn. Wir schauen uns das jetzt mal im Detail an.

Der Klassiker: Der Energy Controller (5-in-1-System)
Das ist das ursprüngliche System von Sigenergy: Ein massiver, voll integrierter Batterieturm, bei dem der Wechselrichter direkt als oberstes Modul aufgesteckt wird.
Keine sichtbaren Kabel, einfach eine extrem saubere Sache. Neuheiten zum SigenStor zeigen, wie konsequent dieses Konzept weiterentwickelt wurde.
Ideal für große und komplexe Dächer
Der Energy Controller ist ein echtes Kraftpaket und für Anlagen bis 30 kW ausgelegt. Das bringt in der Planung riesige Vorteile mit sich:
- Ab 10 kW Leistung hat das Gerät bereits drei Stringeingänge (MPPTs).
- Ab 17 kW sind es sogar vier Stringeingänge.
Warum ist das wichtig? Wenn Sie ein anspruchsvolles Dach haben (z. B. eine Stadtvilla mit drei Ausrichtungen oder verschiedene Gauben), dann brauchen Sie diese Eingänge.
Jede Dachfläche muss separat gesteuert werden. Für komplexe Dächer ist der Energy Controller immer das Mittel der Wahl.
Der DC-Charger fürs E-Auto
Ein riesiger Pluspunkt ist der DC-Charger von Sigenergy. Mit diesem können Sie Ihr E-Auto verlustarm direkt mit Gleichstrom laden.
Das Modul lässt sich einfach zwischen die Batteriemodule stecken. Es funktioniert exklusiv nur mit dem Energy Controller. Ideal für alle, die sich für bidirektionales Laden interessieren.
Worauf Sie achten müssen
Weil das Gerät für bis zu 30 kW ausgelegt ist, hat es große Komponenten und einen aktiven Lüfter verbaut.
[!WARNING] Achtung bei der Platzwahl: Der Energy Controller macht Geräusche. Zwar gibt es einen Flüstermodus, aber je mehr Sonne aufs Dach knallt, desto mehr muss der Lüfter arbeiten. Stellen Sie das System also bitte nicht in ein offenes Treppenhaus. Ein normaler Keller oder Hauswirtschaftsraum mit geschlossener Tür ist hingegen völlig unproblematisch.
Außerdem ist der Controller für kleine Anlagen (zwischen 8 und 12 kW) im Verhältnis recht teuer. Und genau hier kommt der zweite Kandidat ins Spiel.
Der clevere Neue: Der TP2 Wechselrichter
Um auch für kleine und einfache Dächer eine perfekte Lösung zu haben, ist der TP2 Wechselrichter auf dem Markt.
Hier hängt der Wechselrichter klassisch separat an der Wand. Auf der Batterie sitzt nur ein schlanker Controller.
Günstig und absolut lautlos
Der TP2 punktet direkt in zwei Bereichen:
- Er ist bei der Anschaffung deutlich günstiger.
- Das gesamte Gerät ist komplett lüfterlos.
Wenn Sie in Ihrem Hauswirtschaftsraum wenig Platz haben oder das System zwingend in Hörweite zu Wohnräumen stehen muss, ist der TP2 die perfekte Lösung.
Perfekt für das klassische Satteldach
Der einzige technische Abstrich: Der TP2 hat “nur” zwei Stringeingänge (MPPTs).
Für ein reines Süddach oder eine simple Ost-West-Anlage bis 12 kW ist das absolut ausreichend. Hier können wir beide Ausrichtungen im idealen Betriebspunkt fahren. Nur bei komplexeren Dächern stößt das Gerät an seine Grenzen.
Das haben beide Systeme gemeinsam
Das Schöne bei Sigenergy: Egal wofür Sie sich entscheiden, Sie müssen bei der Software und den smarten Funktionen auf nichts verzichten.
- Energiemanagement: Die Einbindung von dynamischen Stromtarifen (z. B. Tibber) funktioniert bei beiden Systemen komplett identisch.
- Notstrom: Die echte unterbrechungsfreie Notstromversorgung (mit dem Sigenergy Gateway) ist bei beiden Varianten gleich leistungsstark. Bei Stromausfall springt das System praktisch ohne spürbare Verzögerung ein. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Notstrom-Kopplung bei Blackouts.
- Überschussladen per AC-Wallbox: Während der DC-Charger nur für den großen Turm gedacht ist, können Sie die normale Sigenergy AC-Wallbox problemlos mit beiden Wechselrichtern nutzen und smart mit PV-Überschuss laden.
- Die App: Die Bedienung und Darstellung in der Smartphone-App ist bei beiden Systemen identisch übersichtlich.
Der absolute Geheimtipp: Beide Systeme kombinieren
Wir bei TICON Energy verbauen die Systeme mittlerweile nicht nur einzeln, sondern auch extrem gerne in Kombination. Sigenergy hat das System so flexibel aufgebaut, dass sich die Geräte problemlos zusammenschalten lassen. (Auch für Großprojekte gibt es clevere Kaskadierungs-Möglichkeiten).
Wenn wir beispielsweise das große Haupthaus mit vielen Gauben belegen, nutzen wir dort den Energy Controller. Wenn dann noch ein großes Carport dazu kommt, hängen wir dort einfach den TP2 Wechselrichter hin.
Das System kommuniziert untereinander. Der TP2 lädt mit seiner Solarenergie ganz automatisch die große Batterie im Haupthaus auf. Einfach genial.
Fazit: Was passt zu Ihnen?
[!TIP] Der TP2 Wechselrichter: Wenn Sie eine Anlage bis 12 kW planen, nur eine oder zwei Dachausrichtungen haben und wenig Platz oder sensible Ohren im Haus haben – nehmen Sie den TP2. Er ist günstiger, lautlos und für das typische Eigenheim-Dach völlig ausreichend.
[!TIP] Der Energy Controller: Wenn Ihr Dach kompliziert ist (drei bis vier Ausrichtungen), die Anlage größer als 12 kW wird oder Sie unbedingt den DC-Charger fürs Elektroauto nutzen wollen – dann führt kein Weg am Energy Controller vorbei. Ein absolut mächtiges Werkzeug, solange der Raum eine Tür hat.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher Sigenergy Wechselrichter ist günstiger?
Für kleinere Solaranlagen zwischen 8 und 12 kW ist der separate TP2 Wechselrichter spürbar günstiger. Der große Energy Controller (5-in-1-System) ist für Anlagen bis 30 kW ausgelegt und kostet durch die großen Komponenten in der Anschaffung mehr.Macht der Sigenergy Wechselrichter Geräusche?
Der große Energy Controller hat einen aktiven Lüfter und ist unter Volllast hörbar, auch wenn er einen Flüstermodus bietet. Der kleinere TP2 Wechselrichter ist komplett lüfterlos konstruiert und arbeitet völlig geräuschlos.Kann ich den DC Charger mit dem TP2 nutzen?
Nein. Das DC-Lademodul, das direkt in den Batterieturm gesteckt wird, ist nur mit dem großen Energy Controller kompatibel. Die normale AC-Wallbox von Sigenergy funktioniert hingegen mit beiden Systemen.Lassen sich beide Systeme kombinieren?
Ja, absolut. Wenn Ihre Dachfläche sehr groß und komplex ist, können wir den Energy Controller im Haupthaus beispielsweise mit einem TP2 Wechselrichter auf der Garage kombinieren. Beide Systeme laden dann gemeinsam die Batterie im Haus.Sehen Sie sich das Video von Kevin direkt hier an: