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📅 Datum: 18.08.2026
✍️ Autor: Kevin Döhnel
Wir bei Ticon Energy sind ja ständig unterwegs, um unseren Kunden die bestmögliche Energielösung aufs Dach und in den Keller zu bringen. Heute möchte ich euch mal unser neuestes Projekt vorstellen, das wir hier in Hohlendorf in der Nähe von Berlin bauen. Ein richtig schönes Praxisbeispiel, wie man ein Einfamilienhaus komplett zukunftssicher aufstellt – von der Photovoltaikanlage über den Speicher bis hin zur Wallbox und der Wärmepumpensteuerung. Wer sich generell für Photovoltaik in Berlin und Umland interessiert, findet hier ein ideales Vorzeige-Setup.

35 Module auf drei Dachseiten verteilt
Wir haben hier ein relativ großes Einfamilienhaus mit einer markanten und großen Gaube. Die Herausforderung und gleichzeitig die Chance bei diesem Dach war, dass wir drei verschiedene Dachseiten belegen können und auch wollen. In Summe verbauen wir hier 35 Module.
Der Clou bei dieser Anlage ist das Sigenergy System. Normalerweise ist die Aufteilung auf so viele unterschiedliche Dachausrichtungen für einen Wechselrichter nicht ganz einfach. Aber bei Sigenergy haben wir den massiven Vorteil, dass uns bis zu vier Stringeingänge zur Verfügung stehen. Das heißt konkret: Wir können jeden String der drei Dachseiten komplett separat anschließen. Jeder Bereich läuft dadurch exakt in seinem besten Betriebspunkt.
Raus mit der Solarthermie, rein mit Photovoltaik
Eine weitere Besonderheit bei diesem Haus: Auf der Südseite befand sich noch eine alte In-Dach-Solarthermieanlage. Der Kunde hat aber mittlerweile eine moderne Wärmepumpe installiert, die seine alte Gasheizung ersetzt hat.
Was machen wir da? Wir gehen eher auf das System mit Heizstab im Wärmespeicher und setzen auf Solarstrom durch Photovoltaik statt der klassischen Solarthermie. Der Grund ist einfach: Wir erreichen hier einen deutlich höheren Wirkungsgrad und sind insgesamt viel flexibler in der Nutzung der erzeugten Energie. Die Herausforderung bestand also darin, die In-Dach-Solarthermieanlage erst einmal sauber zu demontieren. Den freigewordenen Platz haben wir genutzt, um die zwei alten Solarthermiemodule durch sechs leistungsstarke Photovoltaikmodule zu ersetzen. Schon alleine auf dieser kleinen Fläche haben wir jetzt eine viel größere Leistung.
Zentimetergenaue Planung dank Drohne und 3D-Modell
Insbesondere auf der etwas größeren Dachseite war eine genaue Planung extrem wichtig. Wir haben hier sehr viele Störkonturen auf dem Dach – eine Satellitenschüssel, einen Schornstein, Dachfenster. All das muss exakt berücksichtigt werden, um am Ende noch eine perfekte Modulbelegung darzustellen.
Wie wir das bei Ticon Energy lösen? Wir fliegen mit der Drohne einmal über das Haus und machen einen Kreisflug mit etwa 150 Bildern. Daraus errechnet unsere Software ein maßstabsgetreues 3D-Modell. Mit diesem Modell können wir die Module schon vorab wirklich zentimetergenau anordnen. Der Kunde sieht die Optik bereits vorher und weiß exakt, wie das fertige Dach später aussehen wird. Und für uns bei der Montage ist es natürlich auch viel entspannter, weil es einfach zu 100 Prozent passt. Es gibt dann auf der Baustelle keine Diskussionen mehr.
Die Wallbox: AC Charger von Sigenergy mit Steckdose
Für die Elektromobilität haben wir hier die passende Sigenergy Wallbox verbaut – den AC Charger. Wir haben das Ganze mit einer wirklich schönen, cleanen Optik im Carport gelöst und die Kabel unsichtbar hinter einer Holzwand verlegt.
Ein wichtiges Detail für alle, die sich für Wallboxen und Ladeinfrastruktur interessieren: Ich mag mittlerweile das Modell mit der Steckdose deutlich lieber als die Variante mit dem fest angeschlagenen Kabel. Erstens sieht es einfach hübscher und cleaner aus. Zweitens sind wir viel flexibler, was die Kabellänge angeht. Bei einem fest angeschlagenen Kabel hat man oft nur fünf Meter. Wenn man zwei Parkplätze hat und die Anschlüsse an verschiedenen Positionen liegen, kann das manchmal schon verdammt kurz werden. Bei der Steckdosen-Variante kann man ganz bequem auch mal ein 10-Meter-Kabel anschließen. Ein Ladekabel ist ja bei jedem Elektroauto ohnehin immer dabei.
Die Wallbox arbeitet natürlich nahtlos mit dem Sigenergy Solarsystem zusammen. Beides ist über das Netzwerk miteinander verbunden. Die Wallbox erscheint direkt mit in der Sigenergy App. Man hat dort alle Steuerungsmöglichkeiten für das PV-Überschussladen. Man kann bestimmen, ob zuerst der Batteriespeicher im Haus voll gemacht werden soll oder das Auto. Man kann auch sagen: “Ich möchte nur Solar laden mit 80 %, aber damit das Auto überhaupt lädt, soll ein bisschen Netzstrom oder Batteriestrom dazu gegeben werden.” Das sind echt viele Einstellungsmöglichkeiten, die ideal aufeinander abgestimmt sind. Mit diesem AC Charger kann man alle in Deutschland verfügbaren Elektro- und Hybridautos mit 11 kW oder 22 kW laden.
Das Herzstück im Keller: 16 kWh Speicher und smarte Steuerung
Schauen wir uns noch das Ganze im Keller an. Es ist dort relativ eng, aber wir haben das Sigenergy System optimal untergebracht. Oben drüber sitzen die Geräteanschlusskästen mit dem Überspannungsschutz für die drei Strings.
Auch den Zählerschrank haben wir natürlich entsprechend ausgestattet. Wer seinen Zählerschrank für Photovoltaik nachrüsten muss, weiß: Da kommt einiges zusammen. Wir haben die Absicherung für die Solaranlage mit dem entsprechenden Smart Meter verbaut. Für die Wallbox gibt es einen eigenen FI und einen MID-Zwischenzähler, damit wir hier auch eine finanzamtkonforme Abrechnung ermöglichen können.
Verbaut sind hier 16 Kilowattstunden Batteriespeicher. Das System besteht aus zwei Modulen à 8 kWh. Damit hat eine vierköpfige Familie mehr als ausreichend Pufferkapazität, um im Zweifelsfall auch die Wärmepumpe vernünftig mitversorgen zu können.
Das perfekte Zusammenspiel zeigt sich hier wirklich an allen Ecken und Enden: 16 kW Photovoltaik auf dem Dach, 16 kWh Batteriespeicher im Keller, die AC-Ladestation im Carport und eine Wärmepumpe, die wir optimal über das SG Ready Protokoll ansteuern. Wenn wir hier fertig sind, hat der Kunde das komplette Paket und kann mit seinem selbsterzeugten Strom nahezu alle seine Anwendungen im Haus decken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum lohnt es sich, eine alte Solarthermieanlage durch Photovoltaik zu ersetzen?
Wir ersetzen alte Solarthermieanlagen oft durch Photovoltaikmodule, da wir mit Solarstrom und einem Heizstab im Wärmespeicher einen deutlich höheren Wirkungsgrad erzielen. Zudem ist Photovoltaik viel flexibler einsetzbar – der Strom kann nicht nur für Wärme, sondern auch für Haushaltsgeräte oder die Wallbox genutzt werden. Der Platz auf dem Dach wird so viel effizienter ausgenutzt.Wie funktioniert die Planung bei verwinkelten Dächern mit Störkonturen?
Bei Dächern mit Gauben, Schornsteinen, Satellitenschüsseln oder Dachfenstern setzen wir auf modernste Drohnentechnik. Wir machen einen Kreisflug mit etwa 150 Bildern und erstellen daraus ein zentimetergenaues 3D-Modell. So können wir die PV-Module schon am Computer exakt anordnen und der Kunde weiß vorher ganz genau, wie das Dach optisch wirken wird.Warum empfiehlt Ticon Energy eine Wallbox mit Steckdose statt festem Kabel?
Eine Wallbox mit Steckdose bietet eine viel cleanere Optik und maximale Flexibilität. Feste Ladekabel sind oft nur 5 Meter lang, was bei ungünstigen Parkpositionen schnell zu kurz wird. Mit einer Steckdosen-Wallbox kann man bequem ein 10-Meter-Kabel nutzen, das ohnehin bei jedem E-Auto mitgeliefert wird.Wie lassen sich drei verschiedene Dachseiten mit einem Wechselrichter steuern?
Das Sigenergy System bietet den großen Vorteil von bis zu vier unabhängigen Stringeingängen. Das ermöglicht es uns, die Module von drei unterschiedlichen Dachausrichtungen (z.B. durch eine große Gaube bedingt) separat anzuschließen. Jeder String kann so völlig unabhängig in seinem optimalen Betriebspunkt arbeiten.Interesse an einem eigenen Komplettsystem?
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