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Sigenergy Großprojekte: SigenStor vs SigenStack

SigenStor oder SigenStack? Entdecke, wie du mit Sigenergy Solaranlagen bis 600 kW & große Batteriespeicher für Gewerbe baust.
⏱ Lesezeit: ca. 4 Minuten
📅 Datum: 18.08.2026
✍️ Autor: Kevin Döhnel

Wenn wir hier von Solaranlagen sprechen, dann geht’s ja meistens um private Anlagen bis 30 Kilowatt Peak. Aber wie groß können wir eigentlich solche Anlagen bauen? Wir bei Ticon Energy schauen uns heute genau an, was mit den Systemen von Sigenergy im Gewerbe- und Megawattbereich möglich ist.

Vorschaubild

Der SigenStor in der Kaskade: Flexibilität bis 600 kW

Hier beim SigenStor von Sigenergy ist ja der größte Wechselrichter, den man gerade erwerben kann, bei 30 kW. Die 30 Kilowatt sind die höchste Ausbaustufe und gibt’s auch erst seit diesem Jahr. Vorher war bei 25 kW Schluss. Das ist ja schon eine ziemlich große Menge, aber ist man dann da schon am Ende?

Wenn du größer bauen möchtest, brauchst du gar nicht zwangsläufig einen noch größeren Wechselrichter, sondern kannst einfach mehrere nehmen. Das Ganze wird extrem interessant mit dem Gateway, wo dann mehrere Wechselrichter kombiniert werden. Bei dem 120er Gateway beispielsweise sechs Wechselrichter. Es gibt aber auch Gateways, an die bis zu 20 Wechselrichter angeschlossen werden können.

In Kombination mit den vier Stringeingängen pro Wechselrichter haben wir eine riesige Flexibilität. Wir können Anlagen bis 600 kW Wechselrichterleistung realisieren. Dazu kommt pro Wechselrichter noch einmal die Möglichkeit, bis zu sechs Batterien anzuschließen.

💡 Top-Tipp von Kevin Döhnel:
"Bis ungefähr 80 Kilowattstunden Batteriekapazität ist ein kaskadiertes SigenStor-System aus meiner Sicht die absolut beste Lösung. Es ist extrem flexibel und vergleichsweise kostengünstig gegenüber einem großen Zentralwechselrichter."

Du hast also die Möglichkeit, riesige Anlagen mit dem SigenStor-System zu bauen und behältst das komplette Energiemanagement gebündelt beieinander. Typischerweise verkettet man mehrere Wechselrichter und Batterietürme auf der Wechselspannungsseite, die im Gateway gesammelt werden. Dort hat man dann auch die Starkstromanschlüsse. Mehr zum Thema Maximalkonfiguration beim Sigenergy System findest du in unserem separaten Beitrag.

Der SigenStack für echte Großprojekte

Jetzt gibt’s aber auch von Sigenergy das SigenStack-System. Das ist für Wechselrichter ab 50 kW gedacht und geht hoch bis 120 kW. Ab wann macht denn das Sinn?

Das SigenStack-System ist letztendlich ähnlich wie der SigenStor, aber alles ist eine Nummer größer. Die Batterien haben nicht 9, sondern 12 Kilowattstunden Kapazität. Man hat auch eine höhere Lade- und Entladeleistung. Wenn du einfach noch mehr Energie benötigst, kommt das SigenStack zum Einsatz.

Beim SigenStor sitzt der Wechselrichter oben auf jedem Batterieturm. Beim SigenStack ist der Batterieturm mit einem separaten Batteriemanagement ausgestattet, und wir nutzen einen großen Zentralwechselrichter. Neuerdings gibt’s das Ganze auch mit integrierter Backup-Funktion, sodass das Gateway in diesem System gar nicht mehr notwendig ist.

💡 Top-Tipp von Kevin Döhnel:
"Bei sehr großen Batterieanlagen oder reinen Batteriefarmen ist das SigenStack-System das Bessere, weil es pro Kilowattstunde noch mal ein bisschen günstiger ist. Geht es aber um Wechselrichterkapazität und Flexibilität, bin ich eher beim SigenStor."

Kaskadierung bis in den Megawattbereich

Wir können sogar mit den SigenStack CNI-Wechselrichtern wieder Kaskaden aufbauen. Man kann damit riesige Anlagen realisieren, teilweise sogar reine Batteriefarmen. Es gibt bereits Pilotprojekte, bei denen das Ganze nur zum Batterieladen und -entladen zur Netzstabilität genutzt wird. Falls du dich fragst, wie das Ganze als Notstrom in extremen Situationen funktioniert, schau dir unseren Artikel zum Thema Notstrom und Generatorkopplung mit Sigenergy an.

Das SigenStack-System ist komplett outdoor-fähig. Man braucht nicht mehr als ein Fundament und den Netzanschluss und kann die Speicherlösung direkt draußen vors Gebäude stellen.

Bidirektionales Laden bei Großprojekten

Besonders beliebt bei Kunden ist natürlich das bidirektionale Laden. Geht das denn bei dem SigenStack-System auch?

Aktuell ist das bidirektionale Laden ein Erweiterungsmodul für den SigenStor. In Kombination mit den Kaskaden kann ich hier extrem viel umsetzen – auch 10 oder 20 Ladepunkte bidirektional. Beim SigenStack geht das aktuell noch nicht, da es noch kein entsprechendes Modul gibt. Ich gehe aber davon aus, dass das mittelfristig kommen wird. Wenn dir bidirektionales Laden aktuell extrem wichtig ist, solltest du definitiv auf den SigenStor setzen. Spannende Infos dazu findest du auch in unserem Test zum Tesla Model 3 und V2H mit Sigenergy.

Wir sind wirklich begeistert, wie flexibel wir Sigenergy einsetzen können – von der 3 kWp-Anlage fürs Eigenheim bis tief in den Megawattbereich für Großprojekte. Wenn auch du Interesse an einer Solaranlage hast, ob privat oder im Gewerbe, dann melde dich direkt bei uns!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bis zu wie vielen Wechselrichtern kann der SigenStor kaskadiert werden? Mit einem großen Gateway können bis zu 20 SigenStor-Wechselrichter kombiniert werden. Dies ermöglicht eine Gesamtanlagenleistung von bis zu 600 kW, gepaart mit dem entsprechenden Batteriespeicher.
Wann sollte ich das SigenStack-System anstelle des SigenStor wählen? Das SigenStack-System lohnt sich besonders bei sehr hohem Anspruch an die Batteriekapazität und Leistungsfähigkeit. Bei sehr großen Batterieanlagen oder reinen Batteriefarmen ist es pro Kilowattstunde kostengünstiger. Geht es hingegen um maximale Flexibilität und Wechselrichterleistung (bis 80 kWh Batterie), ist der SigenStor meist die bessere Wahl.
Unterstützt das SigenStack-System bereits bidirektionales Laden? Aktuell wird das bidirektionale Laden nur als Erweiterungsmodul für den SigenStor angeboten. Für das SigenStack-System gibt es diese Möglichkeit momentan noch nicht, sie wird aber voraussichtlich in Zukunft verfügbar sein.
Muss das SigenStack-System im Gebäude installiert werden? Nein. Das SigenStack-System ist komplett outdoor-fähig. Man benötigt lediglich ein solides Fundament sowie den Netzanschluss und kann die Speicherlösung problemlos im Freien aufstellen.
Kevin Döhnel

Über den Autor: Kevin Döhnel

Diplom-Elektroingenieur (FH) und Geschäftsführer von TICON Energy. Er ist anerkannter Experte für Photovoltaik, bidirektionales Laden und moderne Zählerschrank-Kaskaden in Berlin & Brandenburg.

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