Wir bei Ticon Energy sind heute auf den Momodo Expert Days in Berlin unterwegs. Ich freue mich ganz besonders, zusammen mit Felix Goldbach vom bekannten YouTube-Kanal “Money for Future” hier zu stehen. Wir haben uns direkt bei den neuesten Ausstellungsstücken getroffen, um über ein Thema zu sprechen, das gerade für Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage unfassbar spannend ist: Klimageräte.
Ich sage in Beratungsgesprächen immer wieder ganz gerne: Der beste Freund der Solaranlage ist die Klimaanlage! Warum das so ist, wie du damit nicht nur im Sommer dein Haus angenehm kühl hältst, sondern im Winter auch extrem effizient heizen kannst – und wie du dafür obendrauf noch attraktive Fördergelder abkassierst, das erfährst du ausführlich in diesem Artikel.

Warum Klimaanlagen und Photovoltaik das perfekte Team sind
Letztendlich ist es doch vom Prinzip her ganz einfach: Wann brauche ich im Haushalt den meisten Strom zum Kühlen? Genau dann, wenn die Sonne draußen richtig brennt und die Temperaturen durch die Decke gehen. Und wann produziert meine Solaranlage in Berlin oder Brandenburg den meisten Überschuss? Richtig, exakt im selben Moment! Das bedeutet im Klartext: Du kühlst dein Haus quasi umsonst und profitierst von einer fantastischen Synergie.
Viele Kunden fragen mich in den Gesprächen oft, was sie eigentlich mit dem ganzen Überschuss im Hochsommer machen sollen. Manche müssen den Strom fast schon wegschmeißen oder bekommen bei negativen Strompreisen an der Börse gar nichts mehr dafür. Da ist eine Klimaanlage – oder technisch genauer gesagt eine Luft-Luft-Wärmepumpe – der absolute Gamechanger. Statt den Strom für wenige Cent ins Netz verpuffen zu lassen, nutzt du ihn, um dein Obergeschoss, das Dachgeschoss oder auch Büroräume angenehm herunterzukühlen. Das gibt dir einfach ein richtig gutes Gewissen: Die Installation ist sinnvoll, der Strom ist ökologisch selbst erzeugt und das Kühlen kostet dich im laufenden Betrieb so gut wie nichts. Gerade für Dachgeschosswohnungen, die nicht extrem dick gedämmt sind und im Sommer richtig bullig warm werden, ist das ein riesiger Mehrwert für den Wohnkomfort.
Heizen mit der Klimaanlage – so drückst du deinen Gasverbrauch!
Felix von “Money for Future” hat mir im Gespräch genau das Problem geschildert, vor dem viele von euch derzeit stehen. Er hat ein Haus mit einer Gasheizung, die erst 2017 oder 2019 eingebaut wurde. So ein Gerät schmeißt man natürlich nicht einfach nach wenigen Jahren wieder raus, um sofort eine riesige Wärmepumpe mit großem Pufferspeicher in den Keller zu knallen. Das wäre ein Riesen-Invest und wirtschaftlich aktuell vielleicht noch nicht für jeden sinnvoll, zumal das ganze heiße Wasser ja auch erst einmal durch die Leitungen nach oben transportiert werden muss.
Aber genau hier kommen die Klimageräte als smarte Lösung ins Spiel! Mit einem relativ überschaubaren Investment von etwa 1.000 bis 2.500 Euro (inklusive Einbau) bekommst du eine Anlage, die nicht nur hervorragend kühlen, sondern eben auch heizen kann. Und das extrem effizient! Wir sprechen hier von echten Wärmepumpen-Wirkungsgraden um die 300 bis 500 Prozent. Das heißt im Klartext: Du packst eine einzige Kilowattstunde deines eigenen Solarstroms rein und bekommst drei bis fünf Kilowattstunden an reiner Wärmeenergie heraus. Das ist der pure Wahnsinn und drückt deine Heizkosten enorm. So kannst du eine relativ neue Gasheizung im Haus belassen, diese aber im Winter massiv entlasten und deinen Gasverbrauch drastisch reduzieren. Erfahre mehr über die Steuerung von Wärmepumpe und PV.
Optik und Installation: Auf die Details kommt es an
Jetzt haben wir sehr viele positive Sachen gesagt, aber wo ist bei der ganzen Sache der Haken? Für viele Hausbesitzer ist die Optik des Außengeräts ein großer Kritikpunkt. Ja, im Standard-Weiß gewinnen die dicken Kästen draußen vielleicht keinen Designpreis an der Hausfassade. Aber keine Panik, die Hersteller haben hier längst nachgezogen! Es gibt die Geräte mittlerweile in deutlich schickeren Farben wie Schwarz, Blau, Grün oder Rot. Wenn das immer noch nicht reicht, kann man sie notfalls auch umlackieren oder – wenn es baulich passt – unauffällig auf das Dach packen, wo sie niemand auf den ersten Blick sieht.
Auch die Installation im Haus ist in der Regel ziemlich unkompliziert. Gerade für die Schlafräume im Obergeschoss lassen sich die Kältemittelleitungen meist relativ einfach und unsichtbar über den Dachboden verlegen, sodass man schnell und sauber in jedes einzelne Zimmer kommt. Entweder man platziert das Außengerät zentral an der Fassade oder auf dem Dach.
Ganz wichtig ist mir hier aber als Handwerker: Es muss ordentlich gemacht sein! Wer hier spart und mit billigen Plastikkanälen an der Außenfassade arbeitet, wird nach zwei bis drei Jahren feststellen, dass das UV-Licht der Sonne das Material spröde macht und alles unschön herunterrutscht. Mach es einmal, aber mach es richtig und mit vernünftigem Material.
Keine Angst vor dem Luftzug und Lärm
Ein weiterer Punkt, den Felix angesprochen hat, ist der Luftzug im Raum. Wer empfindlich auf “Ziehen” oder Geräusche reagiert, macht sich bei Klimaanlagen schnell Sorgen. Doch auch hier ist die moderne Technik extrem weit fortgeschritten. Die heutigen Geräte sind so intelligent gebaut, dass sie mit kleinen Sensoren arbeiten. Diese erkennen, wo du dich gerade im Raum befindest, und regeln den Luftstrom ganz automatisch so, dass er sanft an dir vorbeigeht, ohne dass du permanent angepustet wirst. So hast du in deinem Büro oder Schlafzimmer jederzeit angenehme Temperaturen, ohne am nächsten Tag mit Nackenschmerzen aufzuwachen. Auch die Lautstärke ist bei hochwertigen Modellen im “Flüsterbetrieb” so gering, dass du nachts völlig ungestört durchschlafen kannst.
Satte 30 % Förderung vom Staat sichern!
Jetzt kommt für viele der absolute Knaller und das stärkste Argument: Wenn dein neues Klimagerät auch heizen kann – was heute, wie gesagt, praktisch bei allen modernen Modellen auf dem Markt der Fall ist – kannst du dir dafür lukrative staatliche Förderungen sichern! Wenn du damit eine alte Heizung ergänzt oder sogar ersetzt, gibt es 30 % Förderung vom Staat zurück.
Der Clou dabei: Du musst das Gerät nicht einmal als einzige und alleinige Heizung nachweisen. Es reicht als Grundvoraussetzung völlig aus, dass die Anlage technisch zum Heizen in der Lage ist. Das macht die ohnehin schon sehr überschaubare Investition für dich noch viel attraktiver! Für weitere Themen rund um Förderungen schau dir auch unseren Beitrag zur IBB Förderung in Berlin an oder informiere dich, wie effizient ein Bidirektionales Laden dein Energiemanagement zuhause abrunden kann.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich meine Gasheizung durch eine Klimaanlage komplett ersetzen?
Grundsätzlich ja, denn eine Klimaanlage ist technisch gesehen eine hochmoderne Luft-Luft-Wärmepumpe, die hervorragend heizen kann. Bei relativ neuen Gasheizungen macht es aber oft am meisten Sinn, die Klimaanlage als intelligente Ergänzung (Hybrid-Lösung) zu nutzen. So kannst du in der Übergangszeit effizient mit deinem eigenen Solarstrom heizen und nutzt deine Gasheizung nur noch an extrem kalten Wintertagen, was deinen Gasverbrauch massiv reduziert.
Bekomme ich eine staatliche Förderung für den Einbau einer Klimaanlage?
Ja, absolut! Wenn das Klimagerät die technische Funktion zum Heizen besitzt (was fast alle modernen Geräte am Markt tun), kannst du eine staatliche Förderung von satten 30 % erhalten. Dieser Zuschuss gilt übrigens auch dann, wenn du die Klimaanlage lediglich als smarte Ergänzung zu deiner bereits bestehenden Hauptheizung im Haus einbaust.
Ist der kalte Luftzug im Raum beim Kühlen unangenehm?
Bei sehr alten oder billigen Geräten war das früher oft ein echtes Problem. Moderne Klimageräte verfügen jedoch über intelligente, smarte Sensoren. Diese Kameras oder Sensoren erkennen Personen im Raum und steuern den Luftstrom automatisch so gezielt, dass er sanft an dir vorbeigeht, ohne dass du ein unangenehmes Ziehen spürst oder Nackenschmerzen bekommst.
Was kostet der professionelle Einbau eines Klimagerätes ungefähr?
Für ein solides Standard-Gerät inklusive der kompletten fachmännischen Montage kannst du mit einem Investment von etwa 1.000 bis 2.500 Euro rechnen. Durch die 30 % staatliche Förderung und die im Betrieb extrem geringen Stromkosten (besonders, wenn du den eigenen Solarstrom vom Dach nutzt) amortisiert sich diese Anschaffung erstaunlich schnell.
Stört das Außengerät der Klimaanlage optisch an der Fassade?
Die weißen Standardgeräte gewinnen sicherlich keinen Design-Award. Aber viele Premium-Hersteller bieten inzwischen richtig schicke Varianten in modernen Farben wie Schwarz, Blau oder Anthrazit an. Zudem kann man die Außengeräte bei Bedarf auch individuell lackieren lassen oder sie elegant auf dem Dach bzw. hinter Vorsprüngen verstecken, sofern es die baulichen Gegebenheiten hergeben.
Willst auch du deine Photovoltaikanlage maximal ausnutzen, deinen Eigenverbrauch weiter optimieren und im Sommer dein Zuhause fast kostenlos kühlen? Wenn du in Berlin oder Brandenburg wohnst und starkes Interesse an einer neuen Solaranlage, einer Wallbox oder einem innovativen Speichersystem hast, dann zögere nicht und melde dich direkt bei uns!