Skip to content

Astronergy Werkstour: Solar-Modulproduktion

Wir bei Ticon Energy nehmen euch mit in die Astronergy Modulfertigung in China. Entdeckt die Zellfertigung und Hageltests hautnah.
Schnell-Zusammenfassung:
  • Lesezeit: ca. 4 Minuten
  • Datum: 18.08.2024
  • Autor: Kevin Döhnel

Ich bin hier in Frankfurt und jetzt geht’s gleich los nach China, genauer gesagt nach Shanghai. Energy 3000 hat mich eingeladen, Sigenergy und Astronergy zu besuchen, um direkt hautnah bei den Herstellern zu sein. Ich nehme euch mit und zeige euch natürlich die Fabrik, das Headquarters und alles, was es bei einem der größten Modulhersteller in Asien zu sehen gibt.

Vorschaubild

Zu Besuch im Astronergy Headquarter

Wir sind heute am dritten Tag unserer China-Reise bei der Modulherstellung von Astronergy. Das ist letztendlich die Modul- und Solarmarke von Chint. Chint ist, man kann sagen, das chinesische Siemens – also einer der größten Elektrokonzerne Chinas und damit auch im Hintergrund einer der größten Hersteller von Modulen.

Das Gebäude hier ist erst vor Kurzem, 2023, gebaut worden. Es ist alles ziemlich schick, neu und vor allem auch riesengroß. Wir sind ein bisschen außerhalb von Shanghai. Hier ist die ganze Industrie angesiedelt – man sieht hier vor allem große Produktionskapazitäten. Ich glaube, das ist auch ein Grund für die Technologieführerschaft in dem Bereich, die die chinesischen Hersteller für den globalen Markt aktuell einfach innehaben.

💡 Top-Tipp von Kevin Döhnel:
"Wer richtig große PV-Anlagen plant, profitiert enorm von der riesigen Skalierung und den günstigen Preisen der chinesischen Modulhersteller."

Die Kollegen haben uns als allererstes in den zwölften Stock des Gebäudes hochgefahren, damit man einfach mal sieht, wie riesig dieser ganze Laden ist. Man sieht einen Riesenkomplex von Fabriken, alle mit Solar auf dem Dach – und das ist alles nur die Modulproduktion von Astronergy. Und das ist nur die Hauptfabrik! Sie haben über das ganze Land verteilt 12 Fabriken. Das flasht mich schon wirklich.

Die Magie der Zellfertigung

Wenn man sich das hier anschaut, ist das wirklich sehr beeindruckend, wie kompliziert eigentlich die Herstellung von so einem Solarmodul ist. Es geht los mit der Herstellung der Wafer aus dem Silizium. Dann haben wir hier 14 Fertigungsschritte, bis man aus dem Wafer die eigentliche Solarzelle hergestellt hat. Das ist wirklich komplette Halbleitertechnik! Und dann gibt’s nochmal 14 Schritte, bis aus den einzelnen Zellen das gesamte Solarmodul gefertigt wird.

In der eigentlichen Zellfertigung ist alles super clean, voll automatisiert und Reinraumfertigung. Man sieht hier praktisch keine Menschen arbeiten. Das ist wirklich, wo die Magie entsteht und was der entscheidende Prozess für die Effizienz und Langlebigkeit der Module ist. Ich habe schon wirklich viel gesehen, aber das hat mich umgehauen!

Astronergy TopCon Module im Vergleich

Hier konnten wir uns auch noch mal richtig schön die Produkte ansehen. Im Residential-Bereich, also für private Hausdächer, haben wir hier das standardgroße 2-Quadratmeter-Modul mit TopCon-Technologie und 460 Watt Leistung.

Man muss natürlich sagen, die TopCon-Zellen sehen optisch nicht ganz so schick aus wie beispielsweise Aiko Module mit komplett schwarzer Optik, da man bei TopCon immer noch diese winzig kleinen Verbindungsdrähte sieht. Auf der anderen Seite sind wir hier preislich deutlich attraktiver unterwegs – die Module kosten schätzungsweise 20 bis 30 % weniger. Optisch ein solides Durchschnittsmodul, technisch aber ganz weit vorne durch unglaublich viele Patente. Wenn man jetzt wirklich große Solaranlagen und Großprojekte mit 100 kWp oder 500 kWp bauen möchte, ist dieser Preisvorteil durch die gigantische Skalierung ein enorm wichtiger Faktor.

Hagelschlagtest und Qualitätskontrolle

Besonders beeindruckend war auch das Testcenter. Hier werden verschiedene Belichtungs- und Umwelttests gemacht, um sicherzustellen, dass die 30 Jahre Garantie auch wirklich gewährleistet werden können.

Sie haben uns dort einen simulierten Hagelschlagtest vorgeführt. Es werden echte, 35 Millimeter große Eisbälle mit definierter – und wirklich hoher – Geschwindigkeit auf das Modul geschossen. Das haben uns die Kollegen mehrmals gezeigt, und man sieht danach wirklich keinen Kratzer daran. So ein Modul hält unfassbar viel aus!

Nach unserem Besuch bei Sigenergy in den Tagen zuvor, war Astronergy nochmal ein echtes Highlight. Eine aufregende Woche geht zu Ende. Wenn ihr euch selbst von modernster Solartechnik überzeugen möchtet und eine Solaranlage in Berlin oder Brandenburg plant, dann meldet euch direkt bei uns!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum fertigen so viele Modulhersteller in China?

Die Industrie ist dort stark konzentriert und baut auf gigantische Skalierung und vollautomatisierte Prozesse. Fabriken, wie die von Astronergy, produzieren beispielsweise 32.000 Module pro Tag auf nur einer einzigen Produktionslinie. Dadurch entsteht ein extremer Effizienzvorteil und ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist das Besondere an Astronergy Modulen?

Astronergy ist eine Marke des Elektrokonzerns Chint. Sie zeichnen sich durch starke Automatisierung, eine gigantische Ausbeute und sehr gute Qualitätskontrollen aus (wie etwa simulierte Hagelschlagtests mit 35 mm großen Eisbällen). Sie bieten technologisch ausgereifte TopCon-Module zu einem im Vergleich extrem wettbewerbsfähigen Preis an.

Welche Vorteile bieten Astronergy Module für große PV-Anlagen?

Besonders bei Industrie- und Gewerbeanlagen (Commercial), wo die Optik eine untergeordnete Rolle spielt und es vor allem auf Wirtschaftlichkeit ankommt, punkten die Module durch ihren niedrigen Preis und die hohe Leistung von beispielsweise 650 Watt für Freiflächenanlagen.

Sind in der chinesischen Modulfertigung viele Arbeiter beschäftigt?

Tatsächlich sehr wenige. Die Zell- und Modulfertigung ist extrem hochautomatisiert und findet teilweise komplett im Reinraum statt. Man sieht dort fast keine Menschen mehr in der direkten Produktion – das meiste erledigen Roboter und Maschinen mit atemberaubender Geschwindigkeit (z.B. rahmt ein Roboter alle 14 Sekunden ein neues Modul).

Kevin Döhnel

Über den Autor: Kevin Döhnel

Diplom-Elektroingenieur (FH) und Geschäftsführer von TICON Energy. Er ist anerkannter Experte für Photovoltaik, bidirektionales Laden und moderne Zählerschrank-Kaskaden in Berlin & Brandenburg.

© 2026 TICON Energy GmbH - Ihr Photovoltaik & Solartechnik Anbieter in Berlin & Brandenburg