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Solaranlage & Verschattung: Optimierer vs. Micro

Schatten auf dem Dach? Kevin Döhnel erklärt, wie Sie mit PV-Optimierern und... Fokus: Photovoltaik Berlin, Solaranlage Speicher
⚡ Schnell-Zusammenfassung

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Eine große Eiche im Garten, ein störender Schornstein oder Nachbargebäude sorgen oft für Teilverschattung auf der Photovoltaikanlage. Doch keine Sorge: Die Bäume müssen nicht gefällt werden! Mit klassischen Modul-Optimierern (z. B. von Tigo) oder modernen Mikrowechselrichtern (von Sigenergy oder Enphase) retten wir den Ertrag Ihrer Anlage. Wir bei Ticon Energy zeigen Ihnen, wann welche Technik am meisten Sinn macht.

⏱️ Lesezeit: ca. 4 Minuten | 📅 Erstellt: 25.01.2026 | 🔄 Aktualisiert: 01.09.2026 | ✍️ Autor: Kevin Döhnel

Schatten ist ein riesiges Thema bei jeder PV-Installation im Privatkunden-Bereich. Man hat fast nie das perfekte, komplett freie Dach. Aber wie gehen wir damit in der Praxis um? Heute schauen wir uns die beiden besten technischen Lösungen an.

Solaranlage & Verschattung: Optimierer vs. Micro

Die Basis: Integrierte Dioden in den Modulen

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen: Die modernen Solarmodule, die wir bei Ticon Energy verbauen, verfügen bereits über eine integrierte Teilverschattungsoptimierung (Bypass-Dioden).

Wenn nur eine kleine Ecke oder die Hälfte des Moduls leicht verschattet ist, schalten diese Dioden den betroffenen Teil ab. Der restliche String (die in Reihe geschalteten Module) leidet nicht massiv darunter.

Das Problem beginnt, wenn das Modul fast vollständig im Schatten liegt. Da klassische Solaranlagen in einer Reihe (String) verkabelt sind, zieht das schwächste Glied in der Kette die Leistung aller anderen Module mit nach unten. Genau hier müssen wir eingreifen.

Lösung 1: Leistungs-Optimierer (z.B. von Tigo)

Die häufigste und preis-leistungstechnisch beste Variante ist der Einsatz eines Leistungs-Optimierers. Ein Optimierer ist ein kleines Gerät, das direkt hinter das betroffene Modul gesteckt wird.

Er sorgt dafür, dass ein komplett verschattetes Modul elektronisch “umgangen” wird. Die restlichen Module in voller Sonneneinstrahlung können weiterhin ihr absolutes maximales Potenzial abgeben.

💡 Top-Tipp von Kevin Döhnel:
"Sinnvollerweise verbaut man die Optimierer nicht unter jedem einzelnen Modul auf dem Dach! Wir setzen sie gezielt nur dort ein, wo der Schatten im Tagesverlauf tatsächlich hin wandert."

Wir verbauen bei uns häufig die Optimierer von Tigo. Diese spielen auch perfekt mit dem SigenStor-System zusammen. Ein geniales Feature dabei: Man kann die Optimierer separat ansteuern und in der App genau auswerten, wie viel Leistung ein bestimmtes Modul gerade bringt und wie hoch der Verlust durch Verschattung wirklich ist. Wenn Sie aus Berlin kommen und Fragen dazu haben, schauen Sie sich gerne unsere Referenzen als Photovoltaik Anbieter Berlin an.

Lösung 2: Mikrowechselrichter

Wenn ein Dach extrem komplex ist – viele Gauben, viele Vorsprünge und nahezu jedes Modul hat eine andere Ausrichtung – dann reicht eine klassische Stringanlage manchmal nicht mehr aus. Ein String braucht zwingend immer eine Mindestanzahl an Modulen (meist fünf Stück), um überhaupt eine verwertbare Spannung aufzubauen.

Für einzelne Module auf Gauben oder einem Gartenhaus kommen dann Mikrowechselrichter ins Spiel.

Während ein Optimierer den Gleichstrom belässt, wandelt der Mikrowechselrichter direkt oben auf dem Dach den Gleichstrom in Wechselstrom (AC) um – genau so, wie man es von kleinen Balkonkraftwerken kennt. Wir nutzen hierfür mittlerweile gerne die neuen Mikrowechselrichter von Sigenergy. An den doppelten Modellen lassen sich sogar bis zu zwei Module mit 1.000 Watt Leistung anschließen! Ältere Systeme wie von Enphase (oft nur 385 Watt Output) sind bei den heutigen, extrem starken Modulen (450 Watt aufwärts) nämlich schnell ein Flaschenhals.

Wo ist der Haken bei Mikrowechselrichtern?

Es gibt einen entscheidenden Nachteil bei Mikrowechselrichtern: die Umwandlungsverluste. Wir wollen unseren erzeugten Solarstrom am liebsten direkt als Gleichstrom (DC) in unsere Hausbatterie laden. Da der Mikrowechselrichter den Strom aber auf dem Dach bereits in Wechselstrom umgewandelt hat, muss er im Haus für die Batterie erneut in Gleichstrom zurückgewandelt werden. Das kostet Effizienz.

Die perfekte Kombination

Die beste Lösung sieht in der Praxis oft so aus: Wir bauen für die Haupt-Dachflächen eine klassische, hochgradig effiziente DC-Stringanlage mit dem SigenStor auf (bei komplexen Dächern unterstützt durch Optimierer). Wollen Sie dann später noch das Gartenhaus oder eine kleine Gaube belegen, wo keine fünf Module hinpassen, rüsten wir dort einfach einen Mikrowechselrichter nach. Die Sigenergy-Software ist so intelligent, dass sie beide Welten nahtlos in der App zusammenführt.

Zögern Sie nicht: Eine Solaranlage lohnt sich auch bei Schatten. Wir beraten Sie gerne.

Kevin Döhnel

Über den Autor: Kevin Döhnel

Wirtschaftsingenieur für Elektrotechnik (TU) und Geschäftsführer von TICON Energy. Er ist anerkannter Experte für Photovoltaik, bidirektionales Laden und moderne Zählerschrank-Kaskaden in Berlin & Brandenburg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Braucht jedes Solarmodul einen eigenen Optimierer?
Nein. Bei einer klassischen String-Anlage werden PV-Optimierer nur punktuell unter den Modulen installiert, die im Tagesverlauf tatsächlich von Verschattung (z. B. durch Schornsteine oder Bäume) betroffen sind. Die restlichen Module laufen ohne Optimierer weiter. Dies ist besonders wichtig beim Thema Photovoltaik Berlin.
Was ist der Unterschied zwischen Optimierer und Mikrowechselrichter?
Ein PV-Optimierer belässt den Strom als Gleichstrom (DC) und optimiert lediglich die Spannung im String. Ein Mikrowechselrichter hingegen wandelt den erzeugten Gleichstrom direkt unter dem Modul auf dem Dach in nutzbaren Wechselstrom (AC) um. Mikrowechselrichter eignen sich besonders für verwinkelte Kleinstflächen ab einem Modul.
Können Mikrowechselrichter mit Heimspeichern kombiniert werden?
Ja. Systeme wie von Sigenergy erlauben es, den Wechselstrom von Mikrowechselrichtern zu nutzen, um die Heimbatterie zu laden (AC-Kopplung). Es entstehen dabei lediglich leichte Umwandlungsverluste, da der Strom für die Batterie wieder in Gleichstrom zurückgewandelt werden muss.

Sehen Sie sich das Video von Kevin direkt hier an:

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